Heimatbote Juni 2017

Heimatbote Mai 2017


 

KitA - Gebühren in Obertshausen abschaffen

 

„Bürger“ beteiligen sich an der hessenweiten Unterschriftsaktion

 

 Die „Bürger für Obertshausen“ beteiligen sich bei der Aktion des Volksbegehrens der FREIE WÄHLER Hessen und der Kreisvereinigung Offenbach. In den nächsten Wochen werden die Bürger für Obertshausen hierfür verstärkt Unterschriften für das Volksbegehren sammeln.

  

Der Plan klingt so attraktiv wie logisch. Die Lust am Lernen beginnt eben nicht erst mit der Schultüte, sondern schon viel früher. Und das muss für später genutzt werden, weiß die Wissenschaft. Die Bürger für Obertshausen nehmen diese Erkenntnisse ernst und fordern, dass Eltern nicht mehr für den Kindergartenplatz ihres Sprösslings bezahlen müssen.

  

Die Aktion ruht auf mehrere Säulen:

Bildung, Integration und Finanzen. Hessen sei neben Bayern und Baden-Württemberg ein Geberland, erläutert der Vereinsvorsitzende der „Bürger“ Sören Hense. Durch Umverteilungen im Haushalt sei es durchaus möglich, die Erzieherinnen und Erzieher zu übernehmen. In Hamburg und Rheinland-Pfalz tragen die Länder bereits die Kosten, führt Hense als Vorbilder an. Die Kassen von Kommunen oder Kreis können - wie bei den Schulen - die Verwaltung der Gebäude behalten.

  

"In Hessen sind die Zuschüsse zu den Kita-Gebühren der Eltern in fast jeder Gemeinde der größte Haushaltsposten", mahnt der Fraktionsvorsitzende der „Bürger“ im Stadtparlament Rudolf Schulz. „Die Betreuung sei defizitär, viele Kommunen verschulden sich nur deswegen. Die Bundesregierung habe einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren verankert. Das sei nur sinnvoll, wenn dadurch keine Kosten verbunden sind.“

  

Gerade für Kinder sozial schwacher Familien oder mit Migrationshintergrund sei der Kindergarten für die Integration von hoher Bedeutung. Denn Lebenserfahrung werde heute nicht mehr auf dem Hof oder auf der Straße gesammelt, argumentiert Schulz. "Wir brauchen eine einheitliche Bildung, damit die Mädchen und Jungen mit gleichen Voraussetzungen eingeschult werden können", lautet eine weitere Begründung der „Bürger für Obertshausen“. "Es darf in Deutschland keinen Anreiz geben, Kinder nicht in den Kindergarten zu schicken", fordert der Fraktionschef.

  

Wer die Forderung "Kita frei" unterstützen möchte, findet das vom Innenministerium vorgesehene Formular im Internet. Unter der Adresse www.kitafrei.de können Interessiert mitdiskutieren, kommentieren und kommunizieren. Werden bis zum 14. Dezember
87 000 Unterschriften wahlberechtigter Hessen vorgelegt, wird den Volksentscheid über gebührenfreie Kitas eingeleitet.

 

Download
Hier ist das vom Innenministerium vorgesehene Formular aus dem Internet von: www.kitafrei.de
volksbegehren_kita_online.pdf
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